Maker-Lexikon

Fablab? Arduino? Hackerspace? Die Maker-Bewegung bringt einige Begriffe mit sich, die für manche Neulinge auf der Maker Faire noch kurios klingen mögen. Um hier ein wenig Abhilfe zu schaffen, haben wir in unserem Maker-Lexion die wichtigsten Begriffe erläutert.

3D-Drucker, der:
Höher, schneller, weiter!
Er verwandelt Visionen in Realität – und das in kürzester Zeit! Die größten Vorteile des 3D-Druckers sind seine Geschwindigkeit und seine ressourcenschonende Arbeitsweise. Mit ihm lassen sich via Knopfdruck aus Kunstoffen, Keramik oder Metallen alle denkbaren Gegenstände herstellen, ohne das dabei Abfall produziert wird. Mittels eines Computerprogramms muss zunächst der jeweilige Bauplan vom Nutzer selbst entworfen werden, die Herstellung übernimmt dann allerdings vollständig der 3D-Drucker, indem er das ausgewählte Material Schicht für Schicht aufträgt. Anwendung findet er inzwischen in der Architektur, in der Industrie, in der Kunst, in der Medizin und natürlich bei vielen Makern!

Arduino, das:
Eine preisgünstige Mikrocontroller-Plattform, die die Grundlage für viele Bastel- und Gadget-Projekte bildet. Der Clou ist das Drumherum: Die passenden Entwicklerwerkzeuge sind so einfach gehalten, dass auch Leute ohne Elektrotechnik-Diplom damit klar kommen.

Fablab, das:
Abkürzung für “fabrication laboratory” (wörtl.: Fabrikationslabor”). Eine offene, demokratische HighTech-Werkstatt, in der interessierten Privatpersonen industrielle Produktionsverfahren zum Beispiel 3D-Drucker für Einzelstücke zur Verfügung gestellt warden.

Hackerspace, der:
ein offener Raum versteht, in dem sich Bastler, Tüftler und Computerfreunde treffen, um sich auszutauschen und gemeinsam zu programmieren, löten, zu basteln, sägen oder zu drucken.

Maker, der:
Als Maker darf sich jede Person bezeichnen, die eigenhändig produktiv und kreativ tätig ist und entweder baut, bastelt, programmiert, lötet, gärtnert oder anderweitig produziert.

Maker Faire, die:
Der erste Teil des Begriffs „Maker“ (zu deutsch: „Macher“) bezeichnet tatkräftige Personen aus Wissenschaft, Kunst, IT und jeder Art Handwerk, die die Do-It-Yourself-Kultur pflegen und Ideen und Problemlösungen kreativ und produktiv umsetzen. „Faire“ kommt aus dem Altenglischen und bedeutet „Kirmes“ oder „Jahrmarkt“. Der Begriff „Maker Faire“ beschreibt also ein buntes Aufeinandertreffen von inspirierten Selbermachern und begeisterten Besuchern.

Make Magazin, das:
Die zweimonatlich erscheinende Zeitschrift “Make:“ ist aus dem c’t-Sonderheft Hardware Hacks entstanden. Das Sonderheft traf auf so große Resonanz, dass sich der Verlag zu einem Periodikum entschloss.

Rasberry Pi, das:
Der lehrreiche Mini-PC mit dem appetitlichen Namen. Der winzige Einplatinencomputer ist praktisch, günstig und kann dabei trotzdem fast alles, was ein Desktop-PC auch kann. Dank dieser hohen Zugänglichkeit ist er das ideale Tool für Programmier-Anfänger und für kleinere Projekte. Eine Liste von tollen Projekt-Beispielen hat das MakeMagazin für euch parat: https://makezine.com/category/technology/raspberry-pi/

Steampunk, der:
Wenn viktorianische Gewänder mit fantastischen Gerätschaften kombiniert werden, entsteht meist ein Outfit aus der Bewegung des „Steampunks“. Ob in Literatur, Film, Videospiel oder als ganzer Lebensstil fasziniert der Steampunk mit seiner retro-futuristischen Perspektive auf alltäglich Dinge. Er vereint dabei die Mentalität des 19. Jahrhunderts mit der Forschung und Erfindungen aus der Zeit der Industrialisierung oder sogar jüngeren Zeitaltern. Als Tüftler, Künstler und abenteuerliche Querdenker sind Steampunker vorbildliche Maker. Weil sie außerdem die nostalgische Atmosphäre des historischen Güterbahnhofs perfekt untermalen, sind sie als Highlight bei uns auf der Maker Faire OWL!

Upcycling, das:
Beim Upcycling wird Abfall als Material für die Schaffung neuer Produkte verwendet. Im Gegensatz zum herkömmlichen Recycling ist ein geringerer Energieaufwand nötig, um Neues zu schaffen. Außerdem wird die Qualität des Abfalls nicht gemindert, sondern gesteigert.

Wearables, die:
Technische Objekte, die als Kleidung und Accessoires verwendet werden (wörtl.: Tragbares). Zur tragbaren Elektronik zählen nicht nur Fitnessarmbänder, Smart Watches oder Datenbrillen, die momentan ganz groß in Mode sind. Immer öfter werden Mini-Prozessoren und die dazugehörige Elektronik auch in ganz normaler Kleidung integriert, zum Beispiel in Jacken oder Schuhen.